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Leben in der Beletage von Düsseldorf
Die Historie
Die königlichen Bauräthe Kayser & von Groszheim zeichnen verantwortlich für die beiden Häuser auf der Graf-Adolf-Straße 11 und 15, die 1894 errichtet wurden. Die Beletage, das Obergeschoss, hatte den Vorteil, dass es vom Geschehen der Straße entfernt war und der Zugang nur über das repräsentative Treppenhaus möglich war. Die oberen Geschosse waren dann anspruchsvoller gestaltet, hatten höhere Decken und eine komfortablere Ausstattung.
Trotz wechselnder Mieter haben die denkmalgeschützten Häuser ihre ursprüngliche Eleganz und ihren historischen Charme bewahrt. So werden sie ihre Bewohner auch nach der Restauration mit zahlreichen unversehrten Originalmaterialien und architektonischen Charakteristika erfreuen. Eine interessante Reminiszenz an die Heimat der beiden Architekten sind die so genannten »Berliner Zimmer«. Mit Blick auf die Hoffassade der Denkmalschutzimmobilie kann man leicht erklären, was mit diesem architekturgeschichtlichen Begriff gemeint ist. Es bezeichnet einen Wohnraum, der ursprünglich das Vorderhaus oder Hofhaus mit dem Seitenflügel verbindet. Es verfügt klassisch über ein Eckfenster, das ausreichend Licht aus dem Hof hereinlässt. Das Berliner Zimmer hat seinen Namen wegen des typischen Auftretens dieser Situation in den Berliner Wohnhäusern im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten und war als Empfangs- oder Durchgangszimmer geplant. In der aktuellen Raumaufteilung ist es nicht mehr überall erhalten. Praktisch zu allen Zeiten sind stolze Bürgerhäuser mit Erkern ausgestattet worden. Sie sollen einerseits die Hausfassade zieren und zum anderen den Wohnraum vergrößern und mehr Licht hineinlassen.
Ein Blick durchs Fenster 
Der Blick aus der Denkmalschutzimmobilie streift über die Bäume des Graf-Adolf-Platzes, bis er Halt findet an dem 24-geschossigen »GAP 15« des Düsseldorfer Architekturbüros J.S.K., das von Ernst&Young genutzt wird. Auf der gegenüberliegenden Ecke wird das neue Wohn- und Geschäftshaus »Kö-Blick!« entstehen – vom Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven.
Faszination Stuck 
In vielen Zimmern sind die alten Stuckaturen fast unversehrt erhalten, in anderen Zimmern der Denkmalschutzimmoblie wird fachmännisch renoviert oder ersetzt, was dem Lauf der Zeit nicht immer unversehrt Stand gehalten hat. Die Häuser waren um die Jahrhundertwende nach den neuesten technischen Standards errichtet worden und besitzen sogar noch heute vereinzelt Heizkörper aus Grauguss, die in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt erhalten werden sollen – wo technisch möglich und energie-ökonomisch sinnvoll. Nach der Restaurierung entspricht das neue Heizsystem selbstverständlich dem Stand der heutigen Technik und ist auf Effizienz wie Umweltverträglichkeit optimiert.
Renovieren und Restaurieren 
Ein besonderer Schatz der Denkmalschutzimmobilien auf der Graf-Adolf-Straße 11 und 15 sind die Treppenhäuser mit ihren zum Teil aufwändig gestalteten Geländern aus geschmiedetem Eisen. Sie dienten der Sicherheit – Feuerschutz – und gleichzeitig dem Bedürfnis, die Häuser zu schmücken und charakteristisch herzurichten. Teilweise sind die einzelnen Setzstufen mit Metallarbeiten verblendet, die von Handwerkern aus Berufen hergestellt worden sind, die man heute nur noch vom Hörensagen kennt. Es ist immer wieder eine Freude, diese Stufen emporzusteigen.
Das Erbe der Kaiserzeit 
Nicht nur die Fassaden sollen den Anforderungen des Denkmalschutzes entsprechend rekonstruiert werden, auch die Innenräume werden die glanzvolle Atmosphäre von einst ausstrahlen. Dabei helfen viele unspektakuläre Einzelteile, die aber insgesamt für ein überzeugendes Gesamtbild unentbehrlich sind. Handwerkliche Details wie geschmiedete Geländer und Griffe, sowie das auch zum Teil noch erhaltene ursprüngliche Fischgrätenparkett, die farbenfrohen Kacheln aus dem Obergeschoss und die ausgebauten Erkerdecken sind fast unersetzlich. Es ist natürlich schade, wenn Details wie Lichtschalter, Türgriffe und Fensteroliven nicht mehr vorhanden oder in früheren Jahren nicht stilsicher ersetzt worden sind. Aus diesem Grund werden vorhandene Werkstücke aus Messing, Guss- oder Schmiedeisen – wie zum Beispiel Einreiber und Aufreiber – sorgfältig gesäubert und wieder funktionstüchtig gemacht. Falls unvermeidlich, werden fehlende Teile durch passende hochwertige Bauteile ersetzt. So weit wie möglich wird aber diesen stummen Zeugen der Vergangenheit in den beiden denkmalgeschützten Häusern von geschulten Fachleuten wieder zu neuem Glanz verholfen. Alte Lackierungen und Oxidationseffekte werden entfernt und abgenutzte Oberflächen werden erneut veredelt oder poliert. Zukünftig präsentieren sich die Wohnungen der Denkmalschutzimmobilie mit offenen Räumen, eleganten Schnitten in einem historischen Ambiente innerhalb der Düsseldorfer City, wie man es praktisch kein zweites Mal finden kann. Eine helle freundliche Atmosphäre gibt den Ton an, der wirklich Lust macht auf das Leben an der oberen Königsallee. Herrliche Bäder, Böden in klassischem Fischgrätparkett, hochwertige Details, einladende Terrassen und Balkone sowie eine hochmoderne Haustechnik lassen kaum Wünsche offen. Ausgesuchte Details, wie Beschläge, Drückergarnituren und Lichtschalter, schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die an die glänzende Vergangenheit der Häuser erinnert.
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Weitere Objekt-Informationen
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Düsseldorf
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Grado - Obere Königsallee
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Sanierungsanteil: ca. 60% Kaufpreise: ca. 230.000 - 743.000 € Wohnflächen: ca. 49,00 - 162,00 qm Einheiten: 11 Fertigstellung: 2012
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Ihre Ansprechpartner
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Dr. Karsten Schütz
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Mittelstraße 16–18 50672 Köln
Telefon: 0221-78969093 Mobil: 0177-2000848 Telefax: 0221-1687175
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Dipl.-Kfm. Wolfgang Schütz
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Potsdamer Straße 55 A 12205 Berlin
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